Interkommunale Entwicklungsstrategien
Interkommunales Entwicklungsleitbild
Das integrierte räumliche Entwicklungsleitbild der ILEK-Fortschreibung 2025 zeigt die aktualisierten Leitlinien für eine zukunftsfähige Entwicklung des Allianzgebiets. Es baut auf den bewährten lokalen Prägungen der Orte auf, reagiert aber gleichzeitig auf neue Herausforderungen wie den Klimawandel und den demographischen Wandel. Die übergeordneten Entwicklungsziele basieren nun auf fünf geschärften Handlungsfeldern sowie vier zentralen Querschnittsthemen (Digitalisierung, Soziales, Resilienz und grenzübergreifende Zusammenarbeit), die bei allen Projekten stets mitgedacht werden.
Das Leitbild bildet somit die Basis für eine räumlich abgestimmte Entwicklung der Allianzkommunen. Die Zielformulierungen binden die aktuellen Leitprojekte ein und ermöglichen darüber hinaus die Begründung von zukünftigen Maßnahmen zur Beantragung von Fördermitteln.
Strategiekonzept 1: Arbeiten & Wirtschaft
Das Strategiekonzept „Arbeiten & Wirtschaft“ beschreibt grundlegende Ziele zur Sicherung und zukunftsorientierten Entwicklung der Wirtschaft in der Region. Für das Allianzgebiet sind folgende Oberziele benannt:
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Sicherung der Kommunen als attraktive, standorttreue Gewerbestandorte unter Berücksichtigung des Landschaftsschutzes.
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Förderung und Bestandspflege ortsansässiger, vorwiegend familiengeführter Betriebe sowie Stärkung des örtlichen Handwerks.
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Stärkung und Vernetzung des Hochschulstandorts (Campus Rothenburg), um junge Talente in der Region zu halten.
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Wirtschaftliche Impulse setzen, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken und attraktive Arbeitsplätze für alle Generationen zu sichern.
Strategiekonzept 2: Orte & Wohnen
Dieses Strategiekonzept bündelt die Aspekte der Baukultur, des Wohnraums und des gesellschaftlichen Miteinanders, um die Ortschaften lebendig zu halten. Hierfür werden folgende Oberziele benannt:
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Konsequente Förderung der Innenentwicklung und Revitalisierung der Ortskerne zur Vermeidung von Leerständen (z. B. durch das Projekt „Neues Leben im alten Haus“).
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Schaffung von bedarfsgerechtem, barrierefreiem und altersgerechtem Wohnraum für Seniorinnen, Senioren und junge Menschen.
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Erhalt der Altorte, der regionaltypischen Baukultur und Verbesserung der Wohnumfeldqualität.
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Stärkung, Vernetzung und interkommunale Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements und der aktiven Vereinskultur, um Nachwuchssorgen bei Ehrenämtern zu begegnen.
Strategiekonzept 3: Daseinsvorsorge & Mobilität
Im Mittelpunkt dieses Konzeptes stehen die Sicherung der Grundversorgung und die Anpassung an die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen. Für die Allianz werden folgende Oberziele benannt:
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Ausbau individueller und zukunftsweisender Mobilitätsangebote (wie der Aufbau des von Ehrenamtlichen getragenen „Bürgerbusses“ und Carsharing-Modelle).
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Sicherung und Entwicklung der Nahversorgung in den ländlichen Gemeindeteilen, unter anderem durch die Unterstützung von Direktvermarktern und Hofläden.
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Erhalt der medizinischen Versorgung und Ausbau von wohnortnahen Pflegeangeboten (z. B. Tagespflege).
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Ausbau interkommunaler Kooperationen (z. B. bei Verwaltungen oder Bauhöfen), um Synergien zu schaffen und Ressourcen effizient zu nutzen.
Strategiekonzept 4: Tourismus & Erholung
Die Region profitiert von der hohen touristischen Strahlkraft der Stadt Rothenburg o.d.T., die durch dieses Konzept stärker mit dem Umland verzahnt werden soll. Oberziele sind:
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Gezielte Lenkung der Gästeströme aus der Stadt in die landschaftlich reizvollen Umlandgemeinden, um die regionale Wertschöpfung in der gesamten Allianz zu verbessern.
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Ausbau, Qualifizierung und Lückenschluss des bestehenden Rad- und Wanderwegenetzes.
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Schaffung einer flächendeckenden E-Ladeinfrastruktur gekoppelt mit attraktiven Rast- und Gastronomieangeboten.
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Gemeinsame regionale Vermarktung der Erholungslandschaften zur Steigerung der Lebensqualität für Gäste und Einheimische.
Strategiekonzept 5: Landnutzung, Landschaft, Energie & Klima
Dieses Handlungsfeld wurde im Rahmen der Fortschreibung maßgeblich um das Querschnittsthema Klima erweitert, da extreme Wetterereignisse und der Strukturwandel neue Antworten fordern. Oberziele sind:
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Intensivierung von Klimaschutzmaßnahmen und der Anpassung an den Klimawandel (Erhöhung der Resilienz gegenüber Starkregen und Trockenheit).
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Aufbau eines intelligenten regionalen Wassermanagements (z. B. innerörtlicher Hochwasserschutz und Umnutzung von Güllegruben als Regenwasserspeicher).
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Landschaftsverträglicher, konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien und Prüfung innovativer Methoden (z. B. „Schnittgut Pyrolyse“).
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Schutz der Biodiversität sowie Pflege und Erhalt kulturlandschaftlicher Besonderheiten (wie Streuobstwiesen und dem Naturpark Frankenhöhe).
