Medizinische Versorgung in ländlichen Räumen

 

Die Frage nach dem nächstgelegenen Hausarzt spielt für viele Dorfbewohner eine große Rolle, denn gerade ältere Menschen aber auch Familien mit kleinen Kindern müssen häufiger einen Arzt aufsuchen. Doch leider wird die „Spezies Landarzt“ – ein Arzt, der für die Bewohner des Dorfes immer ein offenes Ohr hat, zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar ist und seine Patienten über Jahrzehnte begleitet – immer seltener. So stehen aktuell viele Mediziner auf dem Land kurz vor dem Ruhestand und suchen händeringend Nachfolger, die sich nur schwer finden lassen.

Dies liegt in verschiedenen Faktoren begründet, wie zum Beispiel einem sich ändernden Lebenswandel junger Mediziner, der feste Arbeitszeiten mit mehr Freizeit einfordert, der Scheu vor der Übernahme nicht mehr zeitgemäß ausgestatteter Praxen und damit voraussichtlich hohen Investitionskosten oder der Befürchtung der Partner oder die Partnerin könne auf dem Land keinen Job finden. Dazu kommt, dass jedoch auch unabhängig von der scheinbaren Unattraktivität des Landarztlebens auch ein schlichter Mangel an Allgemeinmedizinern an sich herrscht: So werden bis zum Jahr 2025 rund 800 neue Hausärzte in Deutschland gebraucht, jedoch wählen nur etwa 10 Prozent der Mediziner in Deutschland diese Fachrichtung.

 

Weitere Informationen:

Der Weg zur Hausarztpraxis
Werben und Unterstützung für „Landärzte“
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