Fazit

Gestaltung und Nutzen von Konzepten

Für eine gelungene Innenentwicklung spielen mehrere Faktoren eine bedeutende Rolle. Offizielle oder inoffizielle Konzepte, unabhängig von ihrer Erstellungsmethodik, Herkunft oder des Gebietsrahmens, können Hilfestellungen und Leitfäden für gesamte Allianzen oder einzelne Gemeinden darstellen. Es ist sicherzustellen, dass eine möglichst niedrige Planungsebene, wie die Gemeinde, bedient wird, um realitätsnah auf spezifische Bedürfnisse und Handlungsmöglichkeiten eingehen zu können. Je geringer die Distanz zur Realität ist, desto beliebter sind die Konzepte und ihre Nutzung. Ein qualitativ hochwertiges Konzept alleine reicht allerdings nicht aus. Im Rahmen regelmäßiger Evaluierungen müssen die Konzepte an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst werden.

Innenentwicklung erfordert Maßnahmenmix – „Werkzeugkasten“

Um den Teufelskreis des Ortskernverfalls zu durchbrechen, ist eine Maßnahmenumsetzung in einem breiten Spektrum gebündelter Projekte durch fähige und engagierte Akteure von entscheidender Bedeutung. Besondere Aufmerksamkeit sei dem Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Maßnahmen gegeben, welche mit dem Motiv eines „Werkzeugkastens“ versinnbildlicht wird.

Ein Werkzeugkasten mit all seinen einzelnen, funktionsverschiedenen Inhalten symbolisiert, dass nur ein breites Bündel an unterschiedlichen Maßnahmen Wirkungen auf der „Baustelle Innenentwicklung“ erzielen kann. Beliebte und häufig angewandte Maßnahmen sind ein ausgeprägtes Leerstandmanagement und Marketing. Zudem wird die Prävention von Leerstand, auch durch kommunikatives Vorgehen und Querschnittsdenken als wichtig erachtet. Maßnahmen dienen mittlerweile über materielle Zwecke hinaus auch der Schaffung eines angenehmen sozialen Umfeldes. Begleitet werden die Entwicklung, Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen durch ein professionelles Management.

Abschließende Empfehlungen

Die Konzeption und Umsetzung von Innenentwicklungsmaßnahmen ist ein kontinuierlicher Prozess, der bei jeglichen Entscheidungen und Vorhaben gedanklich verankert sein sollte, um langfristige Erfolge zu erzielen. Wie die vorangegangenen Beispiele zeigen, sind für die Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen nicht zwingend offizielle Programme notwendig, stattdessen bieten sich oft auch simple Lösungsmöglichkeiten, die mit geringen finanziellen Mitteln umgesetzt werden können.

Die spezifischen Rahmenbedingungen der Gemeinden führen selbst bei identischen Maßnahmen zu unterschiedlichen Erfolgen und Ergebnissen derselben. Diesen Erfahrungs- und Wissenspool gilt es über einen regen Austausch zwischen Allianzen und Gemeinden auszuschöpfen und zu nutzen. Eine Vermittlerrolle können hier gewiss die Allianzmanagements einnehmen. Die Ausdehnung des Austausches auf hierarchisch differenzierten Ebenen ist ebenfalls zu empfehlen. Nicht nur in Bezug auf einzelne Akteure, sondern auch auf die Allianzen, ist der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand nötig.

Zuletzt sei noch einmal die Schlüsselrolle der Gemeinden hervorgehoben. Als institutionelle Vertreter wird dabei an erster Stelle auf die Bürgermeister hingewiesen: Maßnahmen der Innenentwicklung greifen und funktionieren dort, wo Bürgermeister und Gemeinderäte zusammen mit der Bürgerschaft das Thema leben, also kommunizieren, anregen, vertiefen und ständig daran arbeiten.

 

Alle Informationen finden Sie außerdem in gebündelter Form in unserem Kompendium, das Sie → hier in unserem Download-Bereich herunter laden können.