Umsetzung und weiteres Vorgehen

Umsetzung und weiteres Vorgehen

Für die erfolgreiche Realisierung der ILEK-Projekte setzt die Region Rothenburg ob der Tauber auf eine eingespielte und über Jahre gefestigte Organisationsstruktur. Die interkommunale Zusammenarbeit der elf Mitgliedskommunen basiert auf einer formellen Zweckvereinbarung und ist auf drei zentralen Ebenen verankert:

Die drei Handlungsebenen

1. Entscheidungsebene (Lenkungsgruppe & Allianzrat): Sie besteht aus den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der elf Allianzgemeinden sowie Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Stadt- und Gemeinderäte. In regelmäßigen Sitzungen (unter Einbindung des Amtes für Ländliche Entwicklung Mittelfranken sowie der LAG Region an der Romantischen Straße) werden die strategischen Weichen gestellt und Projekte beschlossen.

2. Operative Ebene (ILE-Umsetzungsbegleitung): Die seit 2018 installierte professionelle ILE-Umsetzungsbegleitung dient als zentrale Koordinationsstelle. Sie entlastet die kommunalen Verwaltungen, bereitet Förderanträge vor, vernetzt Akteure und bringt die Maßnahmen des ILEKs zur Ausführung.

3. Kommunikations- und Beteiligungsebene: Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie regionaler Experten bleibt der Kern der Initiative. Die Einbindung erfolgt kontinuierlich über themenspezifische Arbeitskreise, zeitlich begrenzte Projektgruppen sowie öffentliche Formate wie das Regionalforum.

Gemeinsame Projektumsetzung & Kooperationsformen

Die Umsetzung der im ILEK verankerten Maßnahmen erfolgt dynamisch. Neben Großprojekten, die alle elf Kommunen betreffen, werden viele Vorhaben projektbezogen von betroffenen Teilallianzen oder einzelnen Kommunen vorangetrieben. Je nach Handlungsfeld kommen dabei passende Rechts- und Kooperationsformen zum Einsatz – von interkommunalen Zweckvereinbarungen und gemeinsamen Bauleitplanungen bis hin zu privatrechtlichen Partnerschaften mit Vereinen, Gewerbetreibenden oder Initiativen.

Mehrstufige Evaluierung und Monitoring

Um die Zielerreichung der ILEK-Fortschreibung 2025 dauerhaft zu sichern, ist der Umsetzungsprozess an ein mehrstufiges Monitoringsystem gekoppelt:

  • Jährlicher Statusbericht: Die Umsetzungsbegleitung erfasst kontinuierlich den Fortgang der Projekte und berichtet der Lenkungsgruppe.
  • Fortschreibung des Maßnahmenkatalogs: Der Projektkatalog wird regelmäßig überprüft, um Prioritäten anzupassen und neue, zukunftsweisende Ideen aus der Bürgerschaft aufzunehmen.
  • Zwischenevaluierung: Nach einem definierten Zeitraum wird der Gesamterfolg bilanziert, um auf veränderte Rahmenbedingungen (wie den Klimawandel oder neue Förderkulissen) flexibel zu reagieren.

Öffentlichkeitsarbeit & Transparentes Mitmachen

Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit sorgt dafür, dass die Ergebnisse der interkommunalen Zusammenarbeit in der Region sichtbar werden. Über die gemeinsame Website, Pressemitteilungen und öffentliche Veranstaltungen informieren die Kommunen transparent über den aktuellen Stand und laden die Bevölkerung weiterhin dazu ein, die Zukunft der Allianz aktiv mitzugestalten.